Matthäus-Passion

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   Warum schrieb ich einen Roman über das Leben Johann Sebastian Bachs, der mit der Uraufführung seiner Matthäus-Passion am Karfreitag des Jahres 1727 beginnt? Ich  wurde im Mai 1991  Leiter der Hauptabteilung Klangkörper des Mitteldeutschen Rundfunks, gründete 1992 den MDR-Musiksommer, der bis zum Jahre 2000 ebenso bedeutend war wie das Schleswig-Holstein-Musikfestival, das Rheingau-Musikfestival, und wie es heute die Dresdner Musikfestspiele sind.

   Sachsen war das Land der Reformation, in der Leipziger Disputation des Jahres 1519 vollzog Martin Luther endgültig den Bruch mit Rom und seinem Gegenspieler, Papst Leo X., einem Mitglied der berühmten Medici-Familie. Und Kurfürst August II. von Sachsen, der Zeitgenosse Johann Sebastian Bachs, als August der Starke in die Geschichte eingegangen, musste, um König von Polen und Großfürst von Litauen zu werden, zum  Katholizismus übertreten, wie sein Sohn, der ihm als König von Polen nachfolgte, und es waren nicht zuletzt die Jesuiten, die das Geld zur Verfügung stellten, damit sich die beiden Kurfürsten von Sachsen, Vater und Sohn, die Krone Polens kaufen konnten.

   Wir dürfen davon ausgehen, dass die Jesuiten alles in ihrer Macht stehende taten, um das Kernland der Reformation wieder der katholischen Kirche einzugliedern, und in meinem Roman, der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt, wird der Kampf um die Seelen nicht zuletzt in Leipzig ausgetragen, dem wichtigsten Messeplatz im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation.

   Die Kirche der Päpste und die Kirchen der Reformation haben die Musik als Mittel der Politik bis heute eingesetzt, denn  Luther war nicht nur Theologe und Reformator, sondern auch Musiker und Komponist, und in meinem Roman wird Bach zum Spielball der Interessen, denn nicht nur Papst Benedikt XIII. will Bach, mit Hilfe der Jesuiten und des sächsischen Hofes als Kapellmeister an Sankt Pietro gewinnen, auch Clemens XII. und Benedikt XIV., denn die Jesuiten, haben die Musik Bachs als Mittel ihrer Politik erkannt, im Gegensatz zu den Professor der Alma Mater Lipsiensis, die Bach verachteten, weil er kein Akademiker war, und den Herrn des Rates, die nicht gewählt, sondern durch den sächsischen Kurfürsten und König von Polen eingesetzt wurden, und für die der Kapellmeister aus Köthen nur dritte Wahl gewesen.

   Johann Sebastian Bach kam in seinem  Leben weder bis München, Wien, Venedig, Florenz und Rom, noch Neapel, doch sein Zeitgenosse Friedrich Händel gastierte in  den Zentren der Kultur auf der Halbinsel im Mittelmeer. Lassen Sie sich also überraschen, geneigter Leser.

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